DDoS-Attacken: Warum du eine breite Versandstrategie brauchst

Erstellt von Silke Reimers |

Immer wieder tauchen in den Medien Berichte zu Hackerangriffen auf Websites auf. Die jüngsten alarmierenden Vorfälle betrafen unter anderem die Geschäftskundenportale von DHL, Hermes und die Versandseiten von eBay. Mit schlimmen Folgen für Online Händler. Weil die APIs von DHL und Hermes nicht erreichbar waren, konnten sie keine Versandetiketten ausdrucken. Die Artikel konnten nicht verschickt, werden. Im Zweifelsfall sind solche Ausfälle existenzkritisch.

Von offizieller Seite ist es noch unbestätigt, doch liegt die Vermutung nahe, dass die Websites der beiden Frachtführer durch DDoS (Distributed Denial of Service)-Attacken lahmgelegt wurden. DDoS-Attacken werden dazu genutzt, durch einen unkontrollierbaren Ansturm von Anfragen an die Website diese zu überlasten und lahmzulegen. Die Angriffe werden häufig von einem sogenannten Bot-Netz gestartet. In der Regel kapern Hacker durch Schadsoftware die Rechner von unbeteiligten Internet-Nutzern und Geräte des IoT (Internet of Things). Sie werden zu einem Bot-Netz zusammengeschlossen und mit der geballten Rechenpower wird eine Attacke auf eine Ziel-Website gestartet. Die Website wird mit so vielen Anfragen regelrecht bombardiert, dass sie nicht mehr erreichbar ist.

Warum machen Hacker so etwas? Weil sie versuchen, die Website-Betreiber mit der Zahlung von Geldbeträgen zu erpressen. Wird bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht gezahlt, wird die DDoS-Attacke auf die Website gestartet.

Angriffe auf Websites von Versanddienstleistern mit schlimmen Folgen für Online Händler

Ob es sich bei den Angriffen auf DHL, Hermes und eBay um einen Streich von Jugendlichen oder um eine professionell ausgeführte Straftat handelt, ist für die Betroffenen erst einmal unerheblich. Schlimm sind die Folgen solcher Angriffe. Händler können ihre bestellten Artikel nicht versenden und sehen sich mit Umsatzeinbußen konfrontiert. Experten prophezeien für die Zukunft eine extreme Zunahme von DDoS-Attacken, denn es wird ihnen leichtgemacht, Geräte für ihre Schadens-Zwecke zu missbrauchen. Allein in Privathaushalten werden immer mehr Geräte mit dem Internet verbunden. Schwache oder fehlende Sicherheitseinstellungen öffnen Hackern alle Türen, diese Geräte für ihr Bot-Net zu finden und zu kapern. Laut Statistiken von Kaspersky Lab taucht Deutschland 2016 erstmals in der Top 10 der durch DDoS-Attacken massiv angegriffenen Länder auf. Auch die Zahl der aktiven Steuerungsserver für Bot-Netze in westeuropäischen Ländern ist, gemessen an der weltweiten Verteilung, erstmals auf einen Anteil von 13 Prozent gestiegen. Diese Zahlen verdeutlichen den Trend zu einem Anstieg von DDoS-Attacken auch hierzulande.

Wie du mit einer ausgefeilten Versandstrategie Ausfälle verhinderst

Der Schutz deines eigenen Webshops ist zum Einen ein Thema, zu dem du am besten einen Experten in Sachen IT-Security zu Rate ziehst. Zum Anderen musst du als Online Händler dich in Zukunft auf einen Anstieg an Ausfällen, auch bei den Websites deiner Versanddienstleister einstellen. Vor den Website-Ausfällen durch Hacker-Angriffe bei deinen Versanddienstleistern kannst du dich nicht schützen. Aber du kannst dich darauf vorbereiten und deine Versandstrategie umstellen. Die beste Strategie ist, dass du dich breit aufstellst und gleich mit mehreren Versandpartnern arbeitest. Fällt einer deiner Versanddienstleister aus, kannst du auf einen anderen ausweichen. Im Online ERP reybex ist eine komplette Versandhandelslösung integriert. Die Schnittstellen zu zahlreichen Frachtführern und Speditionen sind bereits integriert, du brauchst nur noch die entsprechenden Zugangsdaten eintragen und reybex mit deinem Account beim Versanddienstleister verbinden. Wir haben dir die Schnittstelleneinrichtung sehr leicht gemacht und in unserer Hilfe-Dokumentation findest du die Anleitungen, wie du deine Versandpartner mit reybex verknüpfst.

 

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